Einen geschenkten Gaul in’s Maul schauen

Dieser Beitrag wurde vor 11 Jahren, 5 Monaten veröffentlicht und ist daher möglicherweise nicht mehr auf den neuesten Stand.

Es ist alle Jahre wieder das gleiche „Problem“.
Zu Weihnachten wird man von Freunden, Bekannten, oder Verwandten beschenkt. Die glücklichen Gewinner des Geschenks jedoch, sind meist undankbar.
Da fallt mir jedes mal das Sprichwort „Einen geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ ein, dieses Sprichwort erinnert an eine Geschichte, wo jemand ein Pferd geschenkt bekam.

Anstatt das geschenkte Pferd dankend entgegen zu nehmen, wurden dessen Zähne überprüft, ob diese gesund sind. Der Beschenkte wollte schließlich, dass das Pferd in bester Verfassung ist, nicht der Gesundheit des Pferdes wegen, sondern eher deswegen, weil der Beschenkte keine Kosten für das Pferd und Tierarztkosten ausgeben wollte.

Zu Weihnachten -der Zeit der Besinnung- läuft es genau so ab. Anstatt dass die Beschenkten zufrieden und dankend mit dieser Geste umgehen, tauschen sie am nächstmöglichen Tag die Geschenke um. Die „Betroffenen“ sagen auch jedes mal, dass sie Weihnachten hassen, weil es ihnen zu stressig sei. Das Problem jedoch ist nicht die -angeblich stressige- Weihnachtszeit, sondern die Leute, die sich zu dieser Zeit selbst dem Stress aussetzen. Es geht zu Weihnachten aber nicht um die Geschenke, auch wenn es die Werbung so darstellt, zu Weihnachten geht es um viel Wichtigeres, nämlich die ruhige Zeit im Kreise der Familie/Verwandten und Bekannten.

Diese „kitschige“ Zeit findet nur einmal im Jahr statt, es wird doch wohl möglich sein, sich zu dieser Zeit mit der Verwandtschaft und engen Freunden einfach nur zu treffen? Wie ist es möglich, dass die heutige Gesellschaft so abartig egoistisch geworden ist? – Das ist doch kein Weihnachten mehr!

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