DLSS 5 ist da: Hogwarts Legacy bekommt heute Nvidias KI-Grafik – das musst du wissen

Seit März redet die PC-Welt über DLSS 5, jetzt kannst du es zum ersten Mal selbst in einem großen Spiel ausprobieren: Hogwarts Legacy bekommt heute, am 5. November, ein Update mit Nvidias neuem „Neural Rendering“. War Thunder und Where Winds Meet folgen noch diesen Monat. Hier erfährst du, was DLSS 5 überhaupt macht, welche Hardware du brauchst und wie du es einschaltest.

Promo-Grafik von Nvidia: DLSS 5 kommt zu War Thunder, Hogwarts Legacy und Where Winds Meet
Bild: NVIDIA (offizielle Grafik aus der GeForce-News zu DLSS 5)

Was ist DLSS 5 eigentlich?

Die bisherigen DLSS-Versionen hatten vor allem ein Ziel: mehr FPS, also Upscaling und Frame Generation. DLSS 5 geht laut Nvidia einen Schritt weiter und kümmert sich um die Bildqualität selbst. Die Technik heißt offiziell 3D-Guided Neural Rendering. Dabei rechnet eine KI als letzter Schritt der Grafik-Pipeline realistischere Beleuchtung und Materialien ins fertige Bild, zum Beispiel tiefere Schatten, Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion) und Licht, das durch Haut scheint.

Wichtig dabei: Grundlage bleibt laut Nvidia immer das Bild der Spiel-Engine mit Geometrie, Texturen und Lichtdaten. Die KI soll also keine neuen Gesichter oder Objekte erfinden, sondern das Vorhandene „veredeln“. Die Entwickler können steuern, wie stark das passiert. Dafür gibt es verschiedene KI-Modelle, Regler für die Stärke von Details (Structure Intensity) und Farbton (Tone Intensity) sowie Masken, mit denen sich zum Beispiel Figuren ausnehmen lassen. Für dich als Spieler gibt es dagegen nur einen simplen An/Aus-Schalter.

Hogwarts Legacy macht heute den Anfang

Laut Nvidia wurde DLSS 5 gemeinsam mit Warner Bros. Games und Avalanche Software eingebaut. Im Spiel sollen vor allem die Umgebungen profitieren, also Dächer, Mauerwerk und Pflanzen in Hogsmeade und Co. Bei den Figuren hält sich die Technik bewusst zurück, damit die Charaktere so aussehen wie vorgesehen. Jose Villeta, Director of Software Engineering bei Avalanche Software, sagt dazu in Nvidias Ankündigung, man habe Umgebungen, Farbton und Hautstruktur gemeinsam mit Nvidia so abgestimmt, dass das Spiel „seiner ursprünglichen Vision treu bleibt“.

So schaltest du es ein:

  1. Aktuelles Update von Hogwarts Legacy herunterladen.
  2. Den neuen Game Ready Driver von Nvidia installieren (laut Nvidia seit 4. November in der NVIDIA App).
  3. Im Spiel in die Optionen gehen und „Neural Rendering“ aktivieren.

Nvidia empfiehlt zusätzlich DLSS Super Resolution, Multi Frame Generation, Reflex und, wenn du Raytracing nutzt, Ray Reconstruction. Mit all dem zusammen nennt Nvidia für die RTX 5090 bis zu 300 FPS in 4K bei maximalen Einstellungen. Das sind natürlich Herstellerangaben inklusive generierter Frames.

Screenshot aus Hogwarts Legacy: große Treppenhalle in Hogwarts mit Wappen und Schülern
Hogwarts Legacy (Screenshot ohne DLSS 5). Bild: Warner Bros. Games / Avalanche Software, offizieller Steam-Screenshot

Welche Hardware brauchst du?

Eine Einschränkung gibt es: DLSS 5 läuft nur auf

  • Grafikkarten und Laptops mit GeForce RTX 50,
  • PCs mit RTX Spark,
  • und per Cloud über GeForce NOW Ultimate.

Mit einer RTX 40 oder älter bleibt der Schalter also aus. Zum Vergleich: Bei der Vorstellung im März brauchte DLSS 5 laut Nvidia noch zwei RTX 5090. Seitdem soll die Leistung um das Zehnfache gestiegen sein. Das aktuelle Modell vom Oktober ist mit rund 118 Millionen Parametern um 24 Prozent kleiner, braucht in 4K etwa 20 Prozent weniger Grafikspeicher und ist doppelt so schnell wie die vorherige Version.

Als Nächstes: War Thunder und Where Winds Meet

War Thunder bekommt DLSS 5 Mitte November mit dem großen Update „Eagle’s Shadow“. Bei Panzern, Flugzeugen und Schiffen sollen vor allem Schatten, Glanzlichter und Reflexionen profitieren, etwa auf schlammigem Boden oder im Wasser. Der Free-to-Play-Titel ist auf Steam kostenlos zu haben:

Im Wuxia-Rollenspiel Where Winds Meet von Everstone Studio und NetEase ist DLSS 5 ab dem 23. November dabei.

Warum DLSS 5 umstritten war

Ganz ohne Diskussionen lief der Weg dorthin nicht. Wie IGN berichtet, kursierten nach einer geleakten frühen Version, die per Mod in Spiele eingebaut wurde, Bilder und Clips, auf denen Gesichter glattgebügelt oder deutlich älter wirkten und der Grafikstil verfälscht war. IGN schreibt, dass der Effekt im neuen offiziellen Hogwarts-Trailer deutlich dezenter ausfällt. Nvidia betont, dass Entwickler DLSS 5 für jedes Spiel abstimmen und freigeben müssen. Wie das in der Praxis aussieht, kannst du ab heute selbst prüfen.

Der Trailer

Nvidia hat zum Start einen offiziellen Launch-Trailer veröffentlicht:

Interaktive Vorher-nachher-Vergleiche in 4K findest du direkt in Nvidias Ankündigung.

Kurz zusammengefasst

  • Ab heute, 5. November, gibt es DLSS 5 mit „Neural Rendering“ in Hogwarts Legacy auf dem PC.
  • Die KI verbessert Licht und Materialien im fertigen Bild, die Entwickler bestimmen, wie stark.
  • Du brauchst eine RTX-50-Karte, einen RTX-Spark-PC oder GeForce NOW Ultimate, dazu den neuen Game Ready Driver.
  • Einschalten: Update laden, in den Optionen „Neural Rendering“ aktivieren.
  • War Thunder folgt Mitte November, Where Winds Meet am 23. November.
Zusammenfassend
  • Ab heute, 5. November: DLSS 5 kommt in Hogwarts Legacy per Update auf den PC.
  • DLSS 5 ist 3D-Guided Neural Rendering und verbessert Licht, tiefere Schatten, Umgebungsverdeckung und Lichtdurchscheinung im fertigen Bild.
  • Grundlage bleibt das Engine-Bild; die KI veredelt Geometrie, Texturen und Licht, Entwickler steuern Stärke, Spieler haben einfachen An/Aus-Schalter.
  • Einschalten: Update herunterladen, neuen Game Ready Driver installieren, im Spiel Neural Rendering aktivieren.
  • Läuft nur auf GeForce RTX 50-Karten, RTX Spark-PCs oder per GeForce NOW Ultimate Cloud.
  • Nvidia nennt bis zu 300 FPS in 4K bei maximalen Einstellungen mit RTX 5090; Angaben inklusive generierter Frames.
  • Kontroverse: Geleakte Modbilder zeigten verfälschte Gesichter; Nvidia betont Entwickler-Freigabe und dezente Abstimmung im offiziellen Trailer.
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