4Chan beugt sich nicht

In Großbritannien wurde mit Anfang Juli ein neues Gesetz eingeführt, welches von jeder Social-Media-Seite/Plattform eine ordentliche Altersüberprüfung (mit zB Gesichts-Scan) erfordert. Der Seitenanbieter soll somit sicherstellen, dass der User wirklich das Mindestalter besitzt.

Byrne & Storm, P.C. (@ByrneStorm) and Coleman Law, P.C. (@RonColeman) represent 4Chan.

We issue this statement on behalf of our client in response to press reports indicating that the U.K. Office of Communications, aka @Ofcom, intends to fine our client. pic.twitter.com/SVjmzlyuKK

— Preston Byrne (@prestonjbyrne) August 15, 2025

Nicht Umsetzbar

4Chan wird weder eine ordentliche Alterserkennung einsetzen, noch werden sie eine Strafgebühr an die Ofcom (Britische Regulierungsbehörde) abzahlen.
4Chan ist in den Vereinigten Staaten, die Ofcom im Vereinigten Königreich. UK-Gesetze gelten nicht in den USA und sind daher auch nicht umsetzbar.

Die gesetzliche Vertretung 4Chan’s ruft außerdem die US-Administration dazu auf, US-Firmen vor solchen Zensurmaßnahmen zu schützen und sich dagegen einzusetzen.

Wie sieht es mit anderen Ländern aus?

Es ist relativ egal, wenn andere Länder etwas Ähnliches machen. Solange sich der Webseiten-Eigentümer in den USA befindet, herrscht Meinungsfreiheit und eine lokale Regierung kann nicht viel dagegen aussetzen.
Das Einzige, was sie machen können, wäre die Seite vom Internetprovider sperren zu lassen.
Jedoch sind Internetprovider strikt dagegen, Polizei zu spielen, zudem ist es sinnlos, eine Seite zu sperren, wenn diese Sperre innerhalb von Sekunden wieder gebrochen werden kann.
Und man sollte sich fragen, ob solche Seitensperren einen nicht an andere Länder wie die Türkei oder China erinnern, die man ja in Vergangenheit immer wieder für Internetzensur kritisiert hat.